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Was brauchen Kinder heute ?

 

Strukturen-Regeln-Klarheit-Vertrauen

 

Der klar durchstrukturierte Tagesablauf in unserem Haus gibt den Kindern eine zeitliche Orientierung.

Gruppenregeln und klare Absprachen bilden die Grundlage für ein harmonisches Miteinander in der Gruppe. Feste Frühstückszeiten mit verbindlichen Regeln unterstützen das Erlernen der Tischkultur. Aufeinander zu warten, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen sind wesentlich für das Miteinander in Gruppe, Familie und Gesellschaft.

Gleichzeitig ist es uns aber auch wichtig, bestehende Regeln immer wieder auf Sinn und Zweck zu überprüfen. Kinder erleben, das Regeln sich ändern können und müssen, weil sich Situationen ändern. Auch individuelle Absprachen auf der Grundlage des Alters und des Reifegrades des Kindes sind uns wichtig.

Die Kinder erfahren dadurch unser Vertrauen in ihre Fähigkeiten und übernehmen Verantwortung für sich selbst.

 

 

 

 

Aktive Entwicklungsbegleitung

 

Vom Macher zum Mitmacher, vom Lehrenden zum Lernenden, vom „Bestimmer“ zum Mitgestalter.

Dieses Aussagen zeigen die Veränderungen in unserer täglichen Arbeit.

Unser Selbstverständnis ist geprägt von einem emphatischen, respektvollen und optimistischen Blick auf das Kind und seine Entwicklung. Das bedeutet Entwicklungsschritte wahrzunehmen, aber auch mit den Kinder Entwicklungsziele abzusprechen:

„Was brauchst du von mir um das zu lernen, wer kann dich noch unterstützen?“

Das Fordern und Fördern ist Grundlage für erfolgreiches Lernen. Den Kindern realistische Ziele anzubieten, sie zu unterstützen und sich mit ihnen am Erreichten zu freuen.

Zu unseren Aufgaben gehört es, den Kindern ihre eigenen Lernstrategien zu verdeutlichen. Offene Fragestellungen geben dem Kind die Möglichkeit, sein eigenes Lernkonzept zu reflektieren.

Als pädagogische Fachkräfte erkennen wir jedoch auch, wann anregende und fördernde Begleitung durch uns selbst oder durch entsprechende Fachkräfte notwendig ist. Wir stehen nicht über dem Kind, sondern hinter ihm, beobachten, beraten, begleiten es und lassen Fehler zu. Wir sind überzeugt, eine fehlerfreundliche, fördernde und liebevolle Atmosphäre bietet den Kindern das ideale Lernumfeld. Lachen, Lebensfreude und eine optimistische Grundhaltung sind die besten Lernbegleiter.

Missgeschicke und Fehler dürfen passieren, ohne dass das Selbstwertgefühl der Kinder Schaden nimmt.

Uns ist es wichtig, den Kindern eine ermutigende Grundhaltung zu vermitteln.

Dadurch erlebt das Kind, dass es Neues und bisher nicht Erreichtes schaffen kann. An das Kind zu glauben, ihm etwas zu zutrauen und seine Fähigkeiten und Stärken wahrzunehmen, sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört auch das Kind anzunehmen in Situationen, in denen es nicht liebenswürdig erscheint und ihm zu vermitteln, das es trotz seines Verhaltens geliebt und angenommen wird.

Wir vermitteln dem Kind, jedes Gefühl ist in Ordnung, aber nicht jedes Verhalten. Unser Ansatz ist es auch, unschöne Gefühle auszuhalten und diese adäquat zu bewältigen.Es ist uns wichtig, dass sich alle Kinder als sozial agierend erleben, sie Freunde finden und sich zugehörig fühlen.

 

 

Erfahrung der Selbstwirksamkeit: „Ich kann das“

 

Was Kinder von sich selbst glauben und denken ist entscheidend für das Bild, was sie von sich selbst haben. Ist das Kind davon überzeugt etwas zu schaffen, dann wird es Dinge angehen und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Kinder mit einem ermutigten und positiven Selbstbild sind in der Lage sich motiviert und voller Selbstvertrauen neuen Herausforderungen zu stellen. Wir Erzieherinnen unterstützen das positive Selbstbild der Kinder indem wir ihnen etwas zutrauen und Raum für selbstständiges Handeln geben.

Es geht dabei nicht um aufwendige und ausgefallene Projekte oder Programme, sondern um eine anregungsreiche Gestaltung des Alltags. Oftmals sind es die scheinbar unwichtigen Alltagssituationen, in denen Kinder ihre Selbstständigkeit entwickeln. Unsere Aufgabe ist es zu beobachten, zu unterstützen und – das Wichtigste - nicht zu voreilig einzugreifen. Nur wenn Kinder die Möglichkeit haben etwas ausprobieren zu dürfen, können sie eigene, Erfolgserlebnisse haben. Greifen wir, sicherlich gutgemeint zu früh ein, berauben wir die Kinder dieser so wichtigen Erfahrungen.

 

 

 Optimismus - Lebensfreude - Ermutigung


Uns ist es wichtig den Kindergartenalltag fröhlich und humorvoll zu gestalten. Unserer Überzeugung nach ergänzen sich Lachen und Lernen  In einer Atmosphäre,  in der Lachen und Lebensfreude gelebt werden, wo in einer positiv erlebten Umgebung auch Fehler und Missgeschicke passieren dürfen, ohne dass das Selbstwertgefühl der Kinder Schaden nimmt. Durch eine ermutigende Erziehung erlebt das Kind, dass es Vieles schaffen kann, auch wenn etwas nicht sofort klappt. Ermutigung ist nicht gleichzusetzen mit Lob. Loben kann ich nur eine Leistung. Durch Ermutigung nehme ich die Fortschritte des Kindes wahr und bestärke in in seinem weiteren Tun.

Ermutigung bedeutet: an das Kind zu glauben, an seine Fähigkeiten und Stärken. Ermutigte Kinder stellen sich gerne und zuversichtlich neuen Herausforderungen und glauben an sich selbst.